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Hrachowina: Standortwechsel steht bevor

Auf der Suche nach einem neuen Produktionsstandort befindet sich aktuell der österreichische Fenster- und Türenerzeuger Hrachowina. Fix ist: Ein Umzug ins Ausland ist nicht geplant.

Seit 1908 wird im 22. Wiener Gemeindebezirk produziert, nun steht ein Umzug bevor: Der Wiener Traditionsbetrieb Hrachowina ist auf der Suche nach einem neuen Standort für die Produktion; Wien, Niederösterreich und das Burgenland stehen in der engeren Auswahl. Die Übersiedlung sei unbedingt notwendig, das Unternehmen seinem alten Standort entwachsen - so erklärt Hrachowina-Geschäftsführer Peter Frei die Beweggründe. Eine neue, prozessoptimierte und umweltfreundliche Produktionsanlage ist bereits in Planung, die endgültige Entscheidung über den Ort der Produktionsstätte soll bis zum Sommer fallen.

Mitarbeiter sollen mitsiedeln
Für den neuen Standort werden insgesamt 20.000m² Produktions- und Lagerhalle benötigt, die Unternehmenszentrale mit Management und Verwaltung sowie die Endfertigung und ein Lager für Wiener Händler sollen in Wien 22 verbleiben. Wichtige Kriterien für die gesuchte Location sind eine verkehrsgünstige Anbindung sowie regionale Kompetenz in der Holzverarbeitung. Peter Hrachowina, geschäftsführender Gesellschafter in dritter Generation und Produktionsleiter, betont: "Wir wollen, dass möglichst viele Mitarbeiter der Produktion mitsiedeln werden. Daher achten wir auf einen erreichbaren Radius für den neuen Standort.“ Ein Umzug ins Ausland kommt für das Familienunternehmen deshalb nicht infrage. "Wir bleiben in Österreich, auch wenn Betriebe oft über den teuren Standort klagen“, so Frei.

Stadterweiterung behindert Industrie
Als wichtiger Faktor für den Entschluss zu übersiedeln entpuppte sich die fortschreitende Urbanisierung des Stadtgebiets. Frei: "Die Nachbarschaft hier in Kagran ist mittlerweile Stadtentwicklungsgebiet und für Wohnbau bestens geeignet. Industriebetriebe passen in vielen Gegenden Wiens immer weniger ins Bild.“ Dort wo sich früher Landwirtschaft und Freigelände befanden, entstehen heute Wohngebiete inklusive sozialer Infrastruktur. Für die lokale Industrie wird deshalb der Platz immer knapper. Schon Ende 2015 hatte Hrachowina deshalb 6,5 Hektar Betriebsgrundstücke in Kagran verkauft.

"Die Weichen für die Zukunft stellen"
Für den Umzug und Neubau rechnet Hrachowina mit einem finaziellen Aufwand im Rahmen eines hohen, zweistelligen Millionenbetrags, aus Kostengründen werden ein Großteil der bestehenden Maschinen an den neuen Standort übersiedelt. Mit der neuen Produktionsanlage sollen die Weichen für die Zukunft des Familienunternehmens gestellt werden, sie wird deshalb ökonomisch und ökologisch zukunftsfit geplant. Das erste Fenster soll Anfang 2018 am neuen Standort produziert werden.

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