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Hrachowina und Weinzetl gründen 50/50-Joint Venture

Die beiden österreichischen Fensterbauunternehmen Hrachowina und Weinzetl wollen ihre Holz- und Holz-Aluminiumfenster künftig in einem gemeinsamen Werk produzieren. Zu diesem Zweck wurde gestern ein Joint Venture gegründet, an dem beide Unternehmen zu gleichen Teilen beteiligt sind. Das neue Unternehmen firmiert unter dem Namen H & W Holzfensterproduktions-GmbH und hat seinen Sitz am Weinzetl-Standort Wiener Neustadt in Niederösterreich. Bei dem Joint Venture handelt es sich um eine reine Produktionsgemeinschaft; im Hinblick auf ihre jeweiligen Produkte, Marken und Vertriebswege werden beide Partner weiterhin unabhängig voneinander agieren.

Um die technischen Voraussetzungen für das Joint Venture zu schaffen, wird Hrachowina rund 3 Mio € in die Erweiterung des bestehenden Weinzetl-Werks investieren. Das Joint Venture wird voraussichtlich Anfang 2018 den Betrieb aufnehmen.

Außer im Bereich der Holz- und Holz-Aluminiumfenster werden die beiden Unternehmen künftig auch bei der Produktion von Kunststofffenstern und -türen indirekt zusammenarbeiten. So wird Hrachowina ab 2018 sein Kunststoff-Sortiment von dem österreichischen Fensterhersteller Waku in Heidenreichstein/Waldviertel fertigen lassen. Bei Waku handelt es sich um eine Produktionsgemeinschaft, deren Hauptgesellschafter Weinzetl ist. Hrachowina wird sich mit einem Minderheitsanteil an Waku beteiligen.

Mit der jetzt vereinbarten Kooperation ist die Standortsuche von Hrachowina beendet. Das Unternehmen hatte im Frühjahr 2016 angekündigt, die Produktion bis spätestens Mitte 2018 komplett zu verlagern. Das bisherige Werk inklusive Verwaltung und Ausstellung befindet sich im Wiener Stadtteil Kagran. Allerdings war zunächst noch nicht von einer Kooperation mit einem anderen Unternehmen sondern von der Suche nach eigenen Standorten bzw. Greenfield-Investitionen im zweistelligen Millionenbereich die Rede. Dabei sollte der Produktionsstandort in Niederösterreich oder im Burgenland liegen, während der Standort der Unternehmenszentrale im Raum Wien verbleiben sollte. Letzteres wird Hrachowina wie geplant umsetzten. Inzwischen hat das Unternehmen in Kagran eine neue Liegenschaft gefunden, die als Unternehmenssitz dienen wird. Hier werden außerdem das Logistikzentrum, die Endfertigung, ein 1.600 m² großes Auslieferungslager für Wiener Händler sowie die Produktausstellung angesiedelt sein.

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