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bz Donaustadt

Hrachowina bleibt in der Donaustadt

Trotz Umzugs bleibt das Traditionsunternehmen, das seit 1908 besteht, Kagran großteils erhalten.

(gs). Hrachowina Fenster und Türen hat seine Wurzeln in klassischer Bauzimmerei und Bootsbau in Kaisermühlen. Der Großvater des heutigen geschäftsführenden Gesellschafters und Produktionsleiters Peter Hrachowina, der Zimmermeister Josef Hrachowina, hat das Unternehmen 1908 gegründet. "Damals gehörten sogar eigene Wälderein und ein Sägewerk dazu", erzählt Geschäftsleiter Peter Frei, der zwar kein "echter Hrachowina" ist, den seine "Arbeitsfamilie" aber merkbar gut integriert hat.

Die Noch-Zentrale Am langen Felde im Herzen Kagrans war bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs lediglich der Holzlagerplatz der Zimmerei. Nachdem 1944 eine Brandbombe die Kaisermühlner Werkstatt zerstört hatte, entschied man sich für einen Standort im angrenzenden Bezirksteil.

Hauptquartier bleibt
Nach über siebzig Jahren heißt es nun, von dort Abschied nehmen. Neue Technologien und Strukturen haben beispielsweise die weitläufigen Holzlagerflächen überflüssig gemacht, die Stadtentwicklung tut ihr übriges. "Auf dem Grundstück war vor uns Weinbau", erinnert sich Peter Hrachowina, der beim Umzug ein kleiner Bub war. Mittlerweile sind rund um den Kagraner Platz statt Landwirtschaft, Industrie und Freiflächen Wohnungen entstanden. "Neben der alten Produktionshalle ist jetzt ein Privatkindergarten mit Volksschuke, wir könnten dort aufgrund des Geräuschpegels gar nicht mehr herstellen", so Peter Frei.

Ende 2015 wurde deshalb das 65.000 Quadratmeter große Grundstücke an ein Wohnbaukonsortium verkauft, bis Mitte 2018 hat Hrachowina noch das Nutzungsrecht. Doch von vornherein war klar: Das Hauptquartier muss in der Donaustadt bleiben. Anfang des Jahres wurde bekanntgegeben, dass die Herstellung der Kunststofffenster zu einer Produktionsgemeinschaft ins Waldviertel nach Heidenreichstein zieht, wo teilweise jetzt schon produziert wird. Das Kernsegment der Holzfenster zieht Anfang 2018 nach Wiener Neustadt.

Umzug Angfang 2018
"Die Bereiche zentrale Verwaltung, Management, Forschung und Entwicklung, Endfertigung und Logistik, Vertrieb und Schauraum ziehen nur zwei U-Bahn-Stationen weiter in die Puchgasse in Kagran", freut sich Geschäftsleiter Peter Frei. Viele Mitarbeiter werden von der neuen Produktionsgesellschaft übernommen, für einige Pendler wird der Weg in die Arbeit mit dem Umzug sogar kürzer. In der Verwaltung und dem Vertrieb wird in der Puchgasse auch aufgestockt werden.

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