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Mittendrin in Waidhofen und Gmünd

Waku wird aufgewertet

Prominenter Partner | Produktions-Gemeinschaft erzeugt künftig auch Fenster für Hrachowina. Geschäftsführerin Weinzetl: "Das nimmt nach schwierigen Jahren etwas Luft raus."

HEIDENREICHSTEIN | Der Preisdruck ist groß, der Markt konzentriert sich und geht aus Kostengründen Allianzen ein - und dennoch fällt ein Produktionsbetrieb aus dem Waldviertel auf die Butterseite? Ja, auch diesen Fall gibt es: Traditionsbetrieb Hrachowina lässt seine Fensterproduktion in Wien auf, baut bis Anfang 2018 gemeinsam mit seinem Mitbewerber Weinzetl eine Großanlage für Holzfenster in Wiener Neustadt auf und verlagert die Erzeugung der Kunststoff-Fenster zu Waku-Fenster nach Heidenreichstein. Waku ist bekanntlich eine Produktionsgemeinschaft, die im Industriegebiet Kleinpertholz für ansonsten unabhängige Teilhaber mit jeweils eigenem Vertrieb für deren spezifische Markennamen erzeugt. Weinzetl Fenster&Türen ist einer dieser Teilhaber, genauso auch die Böhm-Fenster GmbH um Christian Böhm, der gegenüber dem Waku-Werk seinen Firmensitz errichtet hat. Auch Hrachowina schließt sich bei Waku-Fenster an und lässt künftig Hrachowina-Kunststofffenster im Waldviertel fertigen, wie Waku- und Weinzetl-Geschäftsführerin Barbara Weinzetl zur NÖN sagt. Dem Standort Heidenreichstein tut der neue Partner, wie Weinzetl betont, "sehr gut. Die Jahre 2014 und 2015 waren unter anderem wegen großem Druck aus dem Osten nicht einfach, der aktuelle Schritt nimmt etwas Luft raus." Bis zu 70.000 Einheiten werden ihr zufolge pro Jahr hier produziert, von Hrachowina werden 5.000 bis 10.000 Stück dazukommen. Die Belegschaft sei dafür in Heidenreichstein gerüstet.

Gemeinsame Erzeugung, eigenständige Partner
Die Produktionsgemeinschaft hat sich nach Ansicht von Barbara Weinzetl in vier Jahrzehnten gut bewährt. "Jeder bleibt eigenverantwortlich, es gibt keine gegenseitige Einmischung. Unser gemeinsames Ziel ist einfach die Erzeugung guter Fenster, bei denen auch das PreisLeistungs-Verhältnis stimmt", sagt sie. Ein Zusammenschluss zur größeren Einheit ist dabei freilich ein starker Vorteil, daher wurde man auch hellhörig, als im Vorjahr durchgesickert war, dass Hrachowina die Produktion in Wien aufgeben wolle. Mit Hrachowina soll die Expansion noch nicht zu Ende sein, sagt Weinzetl: "Wir würden gerne noch ein, zwei weitere Betriebe dazu gewinnen."

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